Archiv für den Monat: August 2015

Verkehrskollaps am Busbahnhof

Offener Brief

(bezieht sich auf  Presseartikel „Jeder steht jedem im Weg“- siehe „Presse-Echo“)

Zum „Verkehrskollaps am Busbahnhof“ (Lokalredaktionen am 1. 8. 2015)

Sehenden Auges war der Zentrale Omnibusbahnhof den Nordstadtbewohner/innen in ihren Weg zum Hauptbahnhof und in die City gebaut worden. Die heutige Behauptung, niemand hätte wissen können, wie dicht, umweltschädigend und krankmachend der Verkehr hier schon war und noch werden würde, ist schlicht falsch. Als die „Empörten der Nordstadt“ ihren Protest – „Garten statt ZOB“ – pflanzten, wussten sie zusammen mit Expert/innen, was auf sie zukommen wird. Sie würden auszuhalten haben, was Freigabe und Dumping des nationalen und internationalen Busverkehrs für einen Kreuzungspunkt wie Dortmund bedeutet.

Bereits zur Offenlegung des Bebauungsplans im Mai 2011 wurden unsere Einwände vorgebracht:

„… Im Rahmen des Bebauungsplanentwurfs ist weder konkret dargestellt, wie die heutigen und die zukünftigen Verkehrsflüsse in den Zufahrts- und Abfahrtsbereichen bewältigt werden können (Leistungsfähigkeit der Knoten, sowie der Zu- und Abfahrten), noch ist erklärlich, wieso nur der Straßenzug Treibstraße, Steinstraße, Heiligegartenstraße durch höhere Belastungen betroffen sein sollen. Da sich die Busse bei Verlassen des genannten Straßenzugs nicht in Luft auflösen … Des Weiteren fehlt eine Prognose zu den erwarteten Zuwächsen im Fernbusverkehr für die voraussichtliche Dauer des provisorischen ZOBs und eine darauf ausgelegte Immissionsanalyse. …“

Politik und Verwaltung hatten gleich billigen Lug und Trost bereit: „Nur ein Provisorium für ein paar Jahre, dann haben wir die richtige Lösung!“ In Wahrheit hat die Stadt keine andere Planung für diesen zentralen Ort – der Verkehrskollaps ist das Prinzip, bleibend und anwachsend. Die Nordstadt hält das als Geisel von Stadtpolitik und DFB aus.

Wir stellen uns gegen alles weitere „Verbessern“ des Verkehrskollapses an diesem Ort und fordern das sofortige Abbauen und Verlagern des ZOB und das Pflanzen eines grünen, bunten und lebendigen Volksparks für die Bewohner/innen der Nordstadt und ihre Gäste.

„Garten statt ZOB“